Im Erdenklang

Im Jahreskreis wachsen – im Erdenklang

So wie jeden Tag die Sonne neu aufgeht, nach jeder Nacht der Tag wieder beginnt, so wie nach jedem Monat das nächste vor der Tür steht und auch zu jedem Jahreswechsel unaufhaltsam das Neue schon wieder vor der Tür steht, genauso folgt unser Leben, unser Körper und auch all das was uns emotional begegnet auch gewissen Kreisläufen und wiederkehrenden Aspekten.
Wie lange die Dauer der Kreisläufe ist, das ist völlig unterschiedlich. Eine Zelle erneuert sich nach ein paar Takten unseres Sein. Die Entwicklung unserer jeweiligen Frau – Seins/unses Mannseins dauert doch ein paar Jahre. Gefühle erleben wir in unseren ersten Lebensmomenten, Lebensmonaten, Lebensjahren und sie kehren ständig wieder. In Form von Menschen, die uns begegnen und uns damit spiegeln, in Form von BeziehungspartnerInnen, die dich immer wieder an deine Gefühle erinnern. Oder auch in Form von mehr oder weniger anspruchsvollen Lebensaufgaben und Schicksalen, die dich auch immer wieder herausfordern.

All das kehrt wieder. Immer wieder, unsaufhaltsam.

Jedoch können wir darauf Einfluss nehmen durch unsere „Bewusstwerdung“.
An den Fakten an sich ist oft nichts zu ändern, jedoch an der Art und Weise wie wir damit umgehen. Manchmal gibt es sogar Hilfe durch höhere Aspekte von Menschsein an sich.

Als Unterstützung für unsere Bewusstseinsarbeit gibt es sehr sehr viele Anregungen, Unterstützungen, Begleitende, Heilende.

Mir ist im Laufe meines Weges auf meinem Rad meines Lebens die alte Heilweise des Medizinrads begegnet:
Das Medizinrad ist auch ein Rad, eine Sichtweise von Leben und Wiederkehren, die sich auch am Kreis orientiert.
Auch hier wird davon ausgegangen, dass alles wieder kehrt. Die Spirale ist ein uraltes Zeichen der Menschheit.
Das Medizinrad kann auf den unterschiedlichsten Ebenen gegangen werden:

Der Kreis der Elemente
Der Kreis der Jahreszeiten
Der Kreis der Sonne und der damit verbundenen Himmelsrichtungen
Im Kreis deiner inneren Familie
Im Kreise deiner Helfer
Im Kreise deiner Sexualität und viele Ausprägungen mehr.

Allen gemeinsam ist, dass es wirkt sich damit zu beschäftigen. Hinzufühlen wo es dich gerade hinzieht, was gerade wirkt.
So kann es verändern, helfen, ergänzen, vervollständigen, besänftigen, erklären, weiter führen, und und und.

Eine Sichtweise ist die Beschäftigung mit dem Sein eingebunden im Kreislauf der Zeit, im Kreislauf des Jahres mit seinen Jahreskreisthemen und -festen.
Schon seit jeher beschäftigte man sich damit um zu wirken. Um so manches an Leben zu unterstützen. Alte Riten und Bräuche sind uns heute noch unbewusst erhalten, manche wurden sogar christianisiert. So z.B. Halloween, Walpurgis, das Osterfeuer.
Sogar Weihnachten hat auch irgendwo eine Bedeutung, die der Wintersonnwendzeit/Jul ähnelt – das Fest des Lichts sogar.
Natürlich nicht in seiner ganzen wunderbaren Bedeutung.

Der Jahreskreis

Sich an die Jahreskreisfeste zu erinnern und diese vielleicht auch ein Stück weit zu begehen, kann uns daran erinnern, dass wir als Menschen nach wie vor in den ursprünglichen Regeln des Werdens, Wachsens, Erntens und Vergehens eingebunden sind.

Der Jahreskreis verdeutlicht uns die großen Themen von Werden, Wachsen, Ernten und Vergehen. Wenn wir wieder nach diesen ursprünglichen „Regeln“ zu leben lernen, entfalten sich uns ein neueMöglichkeiten. Macht – Ohnmacht, Gewinner – Verlierer gilt hier nicht. Das Leben verläuft zyklisch oder spiralig, selbst das Chaos hat hier Platz.

Das mag für den einen Widerstand hervorrufen, wir als hochentwickelte voll technisierte Menschheit, für die andere aber durchaus auch etwas von Angebundensein, Sicherheit und Ruhe bedeuten. Je mehr wir uns auf das jeweilig wirkende Jahreskreisthema einlassen, desto mehr können wir Demut und Hingabe lernen.


Wir lernen, dass nichts für immer bleibt, aber dass stets Neues heranwächst und Altes vergeht. Leben und Tod existieren nebeneinander und brauchen einander. Manchmal muss etwas gehen, damit etwas anderes dafür (zu uns) kommen kann. Wir können lernen loszulassen und mit Veränderungen zu leben, d.h. Neues anzunehmen – wir können lernen zu wachsen und zu reifen.
Gerade in dieser Zeit, in der momentan so viel Chaos, Angst und Umbruch herrscht, kann es unterstützend sein, sich in den Kreislauf des Werdens und Vergehens immer wieder hinein zu begeben.

Die Jahreskreisfeste gehen auf ganz alte Bräuche und Zeiten zurück. Gerade bei uns wurden durch den energetischen Kahlschlag des Mittelalters all unser altes Wissen, viel selbstverständliches Wissen, gerade zu ausgelöscht. Damit wurde auch ganz viel Angst geschürt. So wurden wir leicht zu Untergebenden, „Gläubigen“, leicht zu Lenkenden. Die Beschäftigung mit unseren Wurzeln, dem alten westlichen Wissen, bringt uns wieder Selbstsicherheit und Heimat.

Deswegen ist es sehr erdend und heilend sich in den alten Kreis des Lebens einzuklinken.

Herzlich Willkommen im Jahreskreis!

 

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